Der erste Putzkasten: Fünf Teile reichen, die Reihenfolge macht den Unterschied
Putzen ist mehr als Kosmetik – es ist die tägliche Gelegenheit, das Pferd von oben bis unten anzusehen und Verletzungen, Schwellungen, Wärme oder Druckstellen zu bemerken, bevor sie zum Problem werden. Die sinnvolle Reihenfolge lautet: Gummistriegel in kreisenden Bewegungen über die Muskelpartien, um Schmutz zu lösen, danach die Kardätsche, um den gelösten Staub aus dem Fell zu holen, dann Mähne und Schweif, und zum Schluss – oder besser: vor und nach jeder Einheit – die Hufe. Wichtig: Der Gummistriegel gehört nur auf gut bemuskelte Bereiche, nicht über Beine, Rückenlinie, Kopf oder andere knochennahe Stellen. Und Putzzeug ist persönlich: Bei Hautpilz und Milben ist gemeinsam genutztes Putzzeug der schnellste Übertragungsweg im ganzen Stall.
Kerbl Putzbox AluSafe
Eine Box mit Deckel hält das Putzzeug staubfrei und macht sichtbar, wem es gehört – beides in einem Gemeinschaftsstall nicht selbstverständlich.

Was zeichnet die Putzbox aus?
- Stabile Putzbox mit Deckel für Pferdezubehör
- Geschlossene Bauform hält Staub und Feuchtigkeit ab
- Deutlich beschriften: In der Sattelkammer verschwindet unbeschriftetes Putzzeug zuverlässig
- Die Box regelmäßig ausleeren und auswischen – am Boden sammelt sich Haar und Sand
Ein Behälter mit Deckel ist die Grundlage. Was hineinkommt, ist wichtiger als die Box selbst – aber offen herumliegendes Putzzeug wird nie sauber.
Equimour Kardätsche mit Rosshaarbesatz
Die Kardätsche ist das Kernwerkzeug: Sie nimmt den vom Striegel gelösten Staub aus dem Fell und arbeitet dabei bis zur Haut.

Was zeichnet die Kardätsche aus?
- Kardätsche mit Holzkörper und Naturborsten aus Rosshaar
- Weiche Naturborsten, auch für empfindliche Bereiche geeignet
- In Haarrichtung arbeiten und die Bürste regelmäßig am Striegel ausklopfen – sonst verteilt man den Staub nur
- Naturborsten sind teurer als Kunststoff, halten aber deutlich länger und laden sich weniger auf
Das Werkzeug, an dem sich Sparen am wenigsten lohnt. Eine gute Kardätsche begleitet einen über Jahre.
Gummistriegel für Fellpflege und Massage
Der Striegel löst festsitzenden Schmutz und loses Haar und wirkt dabei durchblutungsfördernd – die meisten Pferde genießen das sichtbar.

Was zeichnet den Gummistriegel aus?
- Gummistriegel zur Fellpflege, Reinigung und Massage
- Kreisende Bewegungen lösen Schmutz aus der Tiefe des Fells
- Nur auf Hals, Schulter, Rumpf und Kruppe anwenden – nicht auf Beinen, Kopf oder über der Wirbelsäule
- Im Fellwechsel das wichtigste Werkzeug überhaupt, dann täglich einsetzen
Der erste Schritt jeder Putzeinheit. Ohne ihn arbeitet die Kardätsche an der Oberfläche.
Imperial Riding Mähnen- und Schweifbürste
Mähne und Schweif wachsen langsam nach. Was hier ausgerissen wird, fehlt für Monate – deshalb gehört an diese Stellen ein eigenes Werkzeug und Geduld.

Was zeichnet die Mähnenbürste aus?
- Ergonomisch geformte Bürste für Mähne und Schweif
- Für das Entwirren langer Haare ausgelegt
- Von unten nach oben arbeiten, in kleinen Abschnitten, und den Schweif dabei mit der Hand abfangen
- Nicht täglich durchbürsten: Jeder Durchgang kostet Haare, einmal wöchentlich reicht meist
Das richtige Werkzeug für den empfindlichsten Teil der Fellpflege. Weniger ist hier tatsächlich mehr.
Schweißmesser mit zwei Funktionen
Nach der Arbeit oder nach dem Abspritzen zieht das Schweißmesser das Wasser ab – nasses Fell kühlt sonst stark aus und trocknet langsam.

Was zeichnet das Schweißmesser aus?
- Schweißmesser mit zwei nutzbaren Kanten, als Metallstriegel und Abzieher
- Zieht Wasser und Schweiß in Haarrichtung ab
- Nur auf Rumpf und Hals verwenden, nicht über knöcherne Stellen
- Nach dem Abziehen abdecken oder trocken laufen lassen – besonders im Winter
Ein Werkzeug für nach der Arbeit, das in den meisten Erstausstattungen fehlt. Gerade in der kalten Jahreszeit macht es einen deutlichen Unterschied.
Worauf es unterm Strich ankommt
Fünf Teile plus Hufkratzer – mehr braucht ein Anfänger nicht. Die Reihenfolge Striegel, Kardätsche, Mähne, Hufe wird zur Routine, und die Routine ist der eigentliche Wert: Wer jeden Tag dieselben Stellen anfasst, merkt sofort, wenn etwas anders ist. Eigenes Putzzeug pro Pferd, regelmäßig auswaschen und vollständig trocknen lassen. Und die Hufe werden vor und nach jeder Einheit ausgekratzt – das ist der einzige Punkt der Liste, bei dem es keine Ausnahme gibt.
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