Fellwechsel beim Hund: Unterwolle raus, bevor sie verfilzt

Zweimal im Jahr wird die Wohnung haarig

Im Frühjahr und im Herbst tauschen die meisten Hunde ihr Fell komplett aus – die dichte Unterwolle des Winters weicht dem leichteren Sommerfell und umgekehrt. Bei Rassen mit doppeltem Haarkleid, etwa Schäferhund, Husky oder Australian Shepherd, fallen dabei über Wochen erstaunliche Mengen an. Der Auslöser ist übrigens nicht die Temperatur, sondern die Tageslichtlänge; Hunde, die viel in beheizten und beleuchteten Räumen leben, haaren deshalb oft das ganze Jahr über ein bisschen.

Wer in dieser Zeit nicht bürstet, hat zwei Probleme: Die Haare landen auf Sofa und Kleidung, und die lose Unterwolle bleibt im Fell hängen. Dort verfilzt sie, staut Wärme und Feuchtigkeit und begünstigt Hautprobleme. Zehn Minuten Bürsten am Tag lösen beides.

Das wichtigste Werkzeug: raus mit der Unterwolle

Normale Bürsten kämmen nur das Deckhaar. Beim Fellwechsel muss aber die Schicht darunter heraus – dafür braucht es ein Werkzeug, dessen Zinken bis auf die Haut reichen, ohne sie zu verletzen.

Unterfellbürste für Hunde und Katzen mit mittellangem Fell

Unterfellbürste mit gebogenen Zinken

  • Holt die lose Unterwolle heraus, ohne gesundes Deckhaar zu schneiden
  • Für mittel- bis langhaarige Hunde und Katzen geeignet
  • Gebogene Zinken folgen der Körperform
  • In Wuchsrichtung arbeiten und nie über dieselbe Stelle nachbürsten

Wichtig ist der Unterschied zwischen Entfilzen und Ausdünnen: Werkzeuge mit Klingen kürzen das Deckhaar dauerhaft, was bei Hunden mit doppeltem Fell die Isolierfunktion zerstört. Bürsten mit stumpfen, gebogenen Zinken ziehen dagegen nur heraus, was ohnehin lose sitzt. Wenn der Hund zuckt oder sich wegdreht, ist der Druck zu hoch – das Werkzeug soll durch das Fell gleiten, nicht über die Haut schaben.

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Für die tägliche Runde: schnell und ohne Aufwand

Neben der großen Fellwechsel-Sitzung braucht es etwas, das man ohne Vorbereitung in die Hand nimmt – am besten dort, wo der Hund ohnehin liegt.

Selbstreinigende Zupfbürste für Hunde und Katzen

Selbstreinigende Zupfbürste

  • Knopfdruck fährt die Zinken ein, die Haare lassen sich abnehmen
  • Gebogene Drahtzinken mit Kunststoffkuppen an den Spitzen
  • Gut für Beine, Bauch und die Partien hinter den Ohren
  • Ersetzt die Unterfellbürste nicht, ergänzt sie aber gut

Der Selbstreinigungsmechanismus klingt nach Spielerei, entscheidet aber darüber, ob man täglich bürstet oder nicht: Wer die Haare nach jedem Zug mühsam aus den Zinken pulen muss, hört nach drei Tagen auf. An empfindlichen Stellen wie Achseln und Innenschenkeln mit sehr leichtem Zug arbeiten, dort ist die Haut dünn.

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Für Hunde, die Bürsten hassen

Manche Hunde verbinden Bürsten mit Ziepen und verschwinden, sobald das Werkzeug auftaucht. Für sie ist ein Handschuh der Umweg über etwas, das sie ohnehin mögen: Streicheln.

Fellpflegehandschuh mit weichen Noppen für Hunde und Katzen

Fellpflegehandschuh mit Noppen

  • Fühlt sich für den Hund wie Streicheln an
  • Weiche Silikonnoppen statt Metallzinken
  • Gut für kurzhaarige Hunde und für die Gewöhnung von Welpen
  • Auch im Trockenen vor dem Baden einsetzbar

Der Handschuh holt weniger heraus als eine echte Unterfellbürste – dafür lässt er sich bei fast jedem Hund anwenden. Bei ängstlichen oder unerfahrenen Tieren ist er das Mittel der Wahl, um überhaupt erst eine Routine aufzubauen; die gründlichere Bürste kommt dann später dazu. Nach dem Gebrauch abspülen, sonst kleben die Haare fest.

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Was trotzdem in der Wohnung landet

Selbst bei täglichem Bürsten bleibt ein Rest. Für Sofa, Autositz und vor allem für die Kleidung vor dem Termin braucht es etwas, das in dreißig Sekunden funktioniert.

Fusselrolle mit Ersatzrollen für Tierhaare

Fusselrollen im Vorratspack

  • Zehn Rollen mit insgesamt 600 Blatt – der Vorrat hält den ganzen Fellwechsel
  • Klebeschicht nimmt auch eingewebte Haare aus Wolle und Filz
  • Eine Rolle im Flur, eine im Auto: dort, wo sie gebraucht wird
  • Für große Flächen unwirtschaftlich – dafür ist der Staubsauger zuständig

Für Textilien ist die Rolle unschlagbar, für Teppiche und Polster nicht. Dort wirkt ein Gummibesen oder ein angefeuchteter Einweghandschuh besser: Über die Fläche gezogen, rollen sich die Haare zu Fäden zusammen, die man einfach aufheben kann. Der Trick kostet nichts und funktioniert bei eingetretenen Haaren deutlich besser als jede Klebeschicht.

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Baden: hilft, wenn man es richtig macht

Ein Bad löst lose Haare in großer Menge – deshalb ist es während des Fellwechsels durchaus sinnvoll. Der Fehler liegt meist beim Mittel: Menschenshampoo hat einen anderen pH-Wert und greift den Säureschutzmantel der Hundehaut an.

Hundeshampoo mit rückfettender Wirkung ohne Silikone

Rückfettendes Hundeshampoo

  • Auf den pH-Wert der Hundehaut abgestimmt
  • Rückfettend – wichtig, damit die Haut nach dem Bad nicht austrocknet
  • Ohne Silikone, die das Haarkleid nur beschweren
  • Höchstens alle paar Wochen anwenden, nicht wöchentlich

Der wichtigste Schritt kommt nach dem Shampoo: gründlich ausspülen, gründlicher als man denkt. Reste im dichten Unterfell führen zu Juckreiz und Schuppen. Danach das Fell mit Handtüchern ausdrücken statt zu rubbeln und den Hund an einem zugfreien Ort trocknen lassen. Erst wenn das Fell fast trocken ist, wieder bürsten – nasse Unterwolle verfilzt beim Kämmen leicht.

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Was am Ende wirklich zählt

Der Fellwechsel dauert je nach Hund drei bis sechs Wochen, und in dieser Zeit gilt: lieber jeden Tag zehn Minuten als einmal pro Woche eine Stunde. Das eigentliche Arbeitsgerät ist die Unterfellbürste, alles andere ist Ergänzung. Bleibt der Haarverlust nach dieser Zeit unverändert stark, kommen kahle Stellen dazu oder wirkt die Haut gerötet und schuppig, ist es kein normaler Fellwechsel mehr – dann gehören Schilddrüse, Parasiten und Futter tierärztlich abgeklärt.

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