Gehege sichern: Der Angreifer kommt nachts und kennt sich aus
Ein Außengehege wird nicht durch Zufall geöffnet. Marder, Fuchs und Waschbär arbeiten gezielt, nachts, oft über Wochen an derselben Schwachstelle, und Greifvögel greifen von oben an. Die drei klassischen Fehler sind schnell benannt. Erstens: Hasendraht. Das gängige Sechseckgeflecht ist zum Abgrenzen gedacht, nicht zum Schützen – ein Marder weitet die Maschen mühelos. Nötig ist punktgeschweißter Volierendraht mit mindestens einem Millimeter Drahtstärke und Maschen von höchstens 16 Millimetern. Zweitens: kein Untergrabschutz. Füchse graben, und zwar überraschend tief. Drittens: einfache Karabiner und Haken – Waschbären öffnen die zuverlässig. Und ein Dach ist keine Kür, sondern Voraussetzung: Es hält Greifvögel draußen und Marder daran, von oben einzusteigen.
KrapTrap Volierendraht, 20 m, Masche 12 × 12 mm
Das ist der entscheidende Posten. Punktgeschweißt und engmaschig ist der Unterschied zwischen einem Zaun und einem Schutz.

Was zeichnet den Volierendraht aus?
- Verzinkter Volierendraht, 20 × 1 Meter, Maschenweite 12 × 12 Millimeter
- Punktgeschweißt statt geflochten – die Maschen lassen sich nicht aufziehen
- Auch die Decke des Geheges gehört damit bespannt, nicht nur die Seiten
- Befestigung mit Krampen oder Schrauben und Unterlegscheiben, nicht mit Kabelbindern
Der richtige Draht für alle Flächen, an die ein Raubtier herankommt. Alles Grobmaschigere ist an dieser Stelle verlorenes Geld.
Praknu feinmaschiges Drahtgitter, 1 × 5 Meter
Für den Untergrabschutz wird die Fläche unter dem Gehege ausgelegt oder der Draht am Rand L-förmig nach außen abgewinkelt eingegraben.

Was zeichnet das feinmaschige Gitter aus?
- Feinmaschiges Drahtgitter als Rolle mit 1 × 5 Metern
- Als Wühlschutz für den Boden oder als L-förmiger Randstreifen einsetzbar
- Mindestens 30 bis 50 Zentimeter tief eingraben oder 40 Zentimeter breit nach außen auslegen
- Die Übergänge zwischen Bodengitter und Seitenwand lückenlos verbinden – dort sitzt die typische Schwachstelle
Der Teil der Absicherung, der am häufigsten weggelassen wird, weil er Arbeit macht. Genau dort kommt der Fuchs herein.
ABUS Marine Vorhängeschloss, wetterfest
Waschbären haben Hände und Geduld. Ein Riegel mit Schloss ist die einzige Verschlussart, die sie nicht öffnen – und schützt zugleich vor menschlichem Zugriff.

Was zeichnet das Vorhängeschloss aus?
- Wetterfestes Vorhängeschloss mit Messingkörper, für den Außeneinsatz gebaut
- Korrosionsbeständig, funktioniert auch nach Monaten im Freien noch
- Jede Öffnung sichern, auch Futterklappen und Dachluken
- Einen Schlüssel an einem festen Ort im Haus deponieren – im Notfall muss es schnell gehen
Der kleinste Posten der Liste und derjenige, der Einbrüche durch Waschbären zuverlässig beendet. Wetterfestigkeit ist dabei kein Detail.
MAXDONE Wildkamera mit Nachtsicht
Wer nicht weiß, was nachts am Gehege steht, sichert ins Blaue. Eine Kamera beantwortet die Frage in zwei Nächten.

Was zeichnet die Wildkamera aus?
- Wildtierkamera mit Bewegungsmelder und Nachtsichtfunktion
- Zeichnet auf, was sich dem Gehege nähert, ohne dass jemand wach bleiben muss
- Die Kamera so ausrichten, dass sie die Zugänge erfasst, nicht die Fläche davor
- In Deutschland gilt: Die Kamera darf nur das eigene Grundstück erfassen, keine Nachbargrundstücke oder öffentlichen Wege
Klärt in kurzer Zeit, welche Art von Absicherung Sie eigentlich brauchen. Ein Marder verlangt andere Maßnahmen als ein Fuchs.
Windhager Drahtgitter, Maschenweite 6,3 mm
Für kleine Nager reicht auch der Volierendraht nicht immer: Ein junges Meerschweinchen oder ein Zwerghamster passt durch 12 Millimeter hindurch.

Was zeichnet das sehr feine Gitter aus?
- Sehr feinmaschiges Gitter mit 6,3 Millimeter Maschenweite, 2,5 × 0,5 Meter
- Verhindert das Entkommen sehr kleiner Tiere und hält auch Ratten fern
- Vor allem im bodennahen Bereich und an Klappen einsetzen
- Schnittkanten umbördeln oder abdecken – der Draht ist scharf und kann verletzen
Die Ergänzung im unteren Bereich, wo kleine Tiere sonst durchschlüpfen. Als alleinige Gehegebespannung ist er zu instabil.
Worauf es unterm Strich ankommt
Punktgeschweißter Volierendraht auf allen Flächen einschließlich Dach, Untergrabschutz eingegraben oder ausgelegt, alle Öffnungen mit Riegel und Schloss statt Haken. Wöchentlich einmal am Gehege entlanggehen und auf frische Grabstellen, gelockerte Befestigungen und durchgescheuerte Stellen achten – Marder testen über Wochen, bevor sie erfolgreich sind. Ein Nachtschutzhaus, das abends verschlossen wird, halbiert das Risiko zusätzlich, verlangt aber Verlässlichkeit: Ein einziges vergessenes Zusperren reicht.
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