Aquarium einfahren: Die Wochen, in denen nichts passieren darf
Ein frisch aufgestelltes Aquarium ist biologisch leer. Bis im Filter genug Bakterien leben, um das von den Fischen ausgeschiedene Ammonium abzubauen, vergehen in der Regel drei bis vier Wochen. In dieser Zeit läuft der Stickstoffkreislauf an: Ammonium wird zu Nitrit umgebaut, Nitrit weiter zu dem für Fische weitgehend harmlosen Nitrat. Der gefährliche Moment ist der Nitritpeak – ein Anstieg, der in der zweiten oder dritten Woche auftritt und für Fische tödlich sein kann. Wer vorher besetzt, riskiert genau das. Die Einlaufphase lässt sich mit Bakterienpräparaten unterstützen, aber nicht überspringen. Der einzige verlässliche Indikator ist die Messung.
AquariumDirekt Wasseraufbereiter
Leitungswasser enthält je nach Versorger Chlor oder Chloramin sowie Schwermetallspuren – beides schädigt Fische und die Filterbakterien, die gerade erst entstehen sollen.

Was zeichnet den Wasseraufbereiter aus?
- Wasseraufbereiter für die Erstbefüllung und für Teilwasserwechsel
- Bindet Stoffe aus dem Leitungswasser, die im Aquarium nichts zu suchen haben
- Bei jedem Wasserwechsel anwenden, nicht nur beim ersten Befüllen
- Dosierung nach Beckenvolumen berechnen – zu viel bringt keinen Zusatznutzen
Gehört zur Grundausstattung und wird dauerhaft gebraucht. Der billigste Weg, einen vermeidbaren Fehler auszuschließen.
Filterbakterien für den Filterstart
Impfpräparate bringen die Bakterienstämme ins Becken, die sich sonst erst zufällig ansiedeln müssten. Sie verkürzen die Einlaufphase, ersetzen sie aber nicht.

Was zeichnet das Bakterienpräparat aus?
- 118 ml Gel mit Filterbakterien, speziell für den Start eines neuen Filters
- Wird direkt am Filter ausgebracht, wo sich die Bakterien besiedeln sollen
- Noch schneller geht es mit gebrauchtem Filtermaterial aus einem eingefahrenen Becken – fragen Sie im Fachhandel oder im Verein
- Trotz Impfung gilt: erst messen, dann besetzen
Eine sinnvolle Starthilfe. Wer die Werte danach nicht kontrolliert, hat trotzdem nichts gewonnen.
JBL Wassertest-Koffer mit sechs Tests
Ohne Messung ist die Einlaufphase Blindflug. Der Nitritwert ist das entscheidende Kriterium dafür, ob Fische einziehen dürfen oder nicht.

Was zeichnet den JBL Testkoffer aus?
- Koffer mit sechs Tropfentests und Zubehör für Süßwasseraquarien
- Tropfentests sind deutlich genauer als Teststreifen, gerade im kritischen niedrigen Bereich
- In der Einlaufphase alle zwei bis drei Tage messen, danach in größeren Abständen
- Besatz erst, wenn Ammonium und Nitrit nicht mehr nachweisbar sind – nicht wenn sie „fast null“ sind
Das wichtigste Gerät der ersten Wochen. Wer beim Einfahren an einer Stelle nicht sparen sollte, dann hier.
OQIMAX Mini-Aquarienthermometer mit LED-Anzeige
Temperatur steuert das Bakterienwachstum und ist zugleich einer der häufigsten Stressfaktoren für Fische. Eine dauerhaft sichtbare Anzeige nimmt das Raten heraus.

Was zeichnet das Thermometer aus?
- Digitales Miniaturthermometer mit LED-Display
- Dauerhafte Anzeige, ablesbar ohne Beleuchtung von außen
- Nicht direkt neben dem Heizstab platzieren – dort wird zu hoch gemessen
- Auffällige Schwankungen deuten auf einen defekten Regler hin, den man früh bemerken sollte
Ein Cent-Artikel, der einen der wenigen kontinuierlich überwachbaren Parameter sichtbar macht. Gehört in jedes Becken.
Feinmaschige Kescher im Doppelpack
In der Einlaufphase fällt vor allem eines an: Pflanzenreste, Futterrückstände, Schwebstoffe. Ein feiner Kescher holt sie heraus, bevor sie sich zersetzen.

Was zeichnet die Kescher aus?
- Zweierpack feinmaschiger Fischfangnetze in unterschiedlicher Verwendung
- Feine Maschen halten auch kleine Schwebstoffe zurück
- Zwei Kescher machen das Umsetzen von Fischen später erheblich einfacher als einer
- Kescher zwischen verschiedenen Becken nie ungereinigt wechseln – so werden Krankheiten verschleppt
Unspektakulär, aber täglich im Einsatz. Der zweite Kescher ist kein Luxus, sondern erspart hektische Fangaktionen.
Worauf es unterm Strich ankommt
Becken einrichten, Wasser aufbereiten, Technik laufen lassen, Bakterien impfen – und dann drei bis vier Wochen messen, ohne Fische einzusetzen. Erst wenn Ammonium und Nitrit über mehrere Messungen nicht mehr nachweisbar sind, folgt der erste Besatz, und zwar in kleinen Schritten statt vollständig auf einmal. Die Einlaufphase ist der Teil der Aquaristik, in dem Ungeduld am teuersten wird.
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